Erstes TVStud-Aktiventreffen 2022: „Plan to Win“ für den bundesweiten TV Stud

Per „Plan to Win“ zu besseren Arbeitsbedingungen für studentische Beschäftigte an Hochschulen

Organizing, Strategiedebatte und ein „Plan to Win“: 31 Aktive von ver.di und GEW haben beim bundesweiten Vernetzungstreffen der TVStud-Initiativen vom 21. bis 23. Januar im DGB-Bildungszentrum in Hattingen einen Fahrplan für die kommenden sechs Monate erstellt. Neben gegenseitigem Kennenlernen und Austausch in Workshops lag der Fokus des bundesweiten Vernetzungstreffens auf den Gesprächen zur Bestandsaufnahme der Arbeitsbedingungen studentischer Beschäftigter mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL). Diese Gesprächszusage hatte ver.di im November 2021 für die Studierenden nach drei zähen Verhandlungsrunden mit der TdL in der Tarifrunde durchgesetzt.

Erstmals seit dem Zusammenschluss bundesweiter TVStud-Initiativen im November 2020 haben sich die Delegierten aus 20 Initiativen in Hattingen für ein Wochenende in Präsenz getroffen. Weitere Teilnehmende schalteten sich online zum Vernetzungstreffen im Hybridformat zu. So waren Initiativen aus zwölf Bundesländern vertreten – aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Sachsen, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Und weil sich die allermeisten erstmals persönlich gegenübersaßen, startete das Wochenende am Freitag mit einer ausführlichen Vorstellungsrunde der Initiativen. „Dieses persönliche Kennenlernen der Teilnehmenden ermöglichte noch einmal einen deutlich tieferen Austausch als die regelmäßigen Videokonferenzen, die seit dem Zusammenschluss jeden zweiten Samstag stattfinden“, bewertet Hannah Grondmann von TV Stud Göttingen das Treffen.

Der zweite Tag des Netzwerktreffens stand ganz im Zeichen der Arbeitsgruppen und der politischen Arbeit. Vormittags erarbeiteten sich die Teilnehmenden in verschiedenen Workshops beim „Skillsharing“ wichtige Fähigkeiten rund ums Thema Organizing, trainierten Ansprache von Mitgliedern und (noch) Nichtmitgliedern oder lernten, wie Mapping, Teamkarten und Machtstrukturanalyse dabei helfen, gezielte Aktionen zu planen und durchzuführen.

Am Nachmittag trafen sich alle Teilnehmenden zur großen Strategiedebatte. Sie diskutierten ihre Forderungen, tauschten sich über bestehende Möglichkeiten der Tarifierung aus – und welche sie favorisieren – und erörterten, wie sie die anstehenden Gespräche über die Arbeitsbedingungen mit der TdL begleiten können. Dabei verständigten sie sich auch über einen Zeitplan für das kommende halbe Jahr.

Mit den Erkenntnissen aus der Strategiedebatte starteten die Studierenden am dritten Tag erneut in die Arbeitsgruppenphase, um einen gemeinsamen „Plan to Win“ zu entwickeln. Dabei standen Themen wie Öffentlichkeitsarbeit, Landtagswahlen, regionale Vernetzung, Mitbestimmung und Kick-off der bundesweiten Beschäftigtenbefragung im Fokus der Arbeit. 

Mit der bundesweiten Beschäftigtenbefragung begleiten die Aktiven die Gespräche zur Bestandsaufnahme der Arbeitsbedingungen studentischer Beschäftigter an Hochschulen, die ver.di in der zurückliegenden Tarifrunde durchgesetzt hatte.

Die bundesweite Vernetzung der TVStud-Initiativen arbeitet seit ihrer Gründung im November 2020 kontinuierlich an einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen der studentischen Beschäftigten. Die TVStud-Initiativen fordern, die Mindeststandards von Arbeitnehmer*innenrechten endlich auch auf die Studierenden, die zum Beispiel als Hilfskräfte oder Tutor*innen an den Hochschulen beschäftigt sind, anzuwenden. Mit ihrer gemeinsamen Kampagne „Keine Ausnahme!“ machten die TVStud-Initiativen im Sommersemester 2021 auf die fehlenden Mindeststandards an Rechten, die studentischen Beschäftigten an Hochschulen meist verwehrt werden, aufmerksam. Höhepunkt der bisherigen Arbeit der gemeinsamen TVStud-Initiativen war ein Aktionstag im Juli 2021 in Hannover.

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